Stand der Technik bei kalorischen Kraftwerken

© Verbund Kraftwerk Dürnrohr

10 von 36 österreichischen Standorten mit einer Brennstoffwärmeleistung über 50 MW wurden in der Studie anhand von Tabellen und Diagrammen detailliert dargestellt.

Das modernste Kohlekraftwerk Österreichs wurde 1987 in Dürnrohr in Betrieb genommen. In diesem Kraftwerk wird zu einem erheblichen Teil auch Erdgas verfeuert. Bei allen anderen mit festen Brennstoffen betriebenen Kraftwerken wurden seit dem Bau umfangreiche Sanierungsmaßnahmen gesetzt. Dementsprechend verfügen alle Kohlekraftwerke über Technologien zur Staub- und Schwefelabscheidung und zumindest über primäre Technologien zur NOx-Minderung.

Vier Kraftwerksblöcke (von insgesamt 12 mit Kohle befeuerten) sind mit einem Katalysator zur NOx-Minderung (SCR: selective catalytic reduction) und ebenso viele mit einer SNCR-Anlage (selective non catalytic reduction) ausgestattet.

Inhalt im Detail

Die detaillierte Beschreibung der Kraftwerksanlagen umfasst den gesamten Betrieb, d.h. die Art und Zusammensetzung der verwendeten Brennstoffe, deren Aufbereitung und Einbringung in den Kessel, die Feuerungstechnologie, die eingesetzten Maßnahmen zur Emissionsminderung und die Behandlung der bei der Verbrennung anfallenden Abfälle bzw. Rückstände.

 

Es werden sowohl die Emissionen der konventionellen Luftschadstoffe Staub, NOx, SO2 und CO als auch die Emissionen von Schwermetallen (insbesondere Hg), HCl, HF, NH3, PAK und organische Halogenverbindungen beschrieben.

Die Herkunft, Zusammensetzung und Reinigung verschiedener Abwasserströme aus kalorischen Kraftwerken wird dargestellt. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen werden in den jeweiligen Kapiteln kurz erläutert. Auf Möglichkeiten der Effizienzsteigerung und auf ökonomische Aspekte wird in eigenen Kapiteln eingegangen.

 

Ein aktuelles Thema ist die Mitverbrennung von Biomasse und Abfällen in Kraftwerken. Es werden die in österreichischen Kraftwerken durchgeführten Versuche zur Mitverbrennung zusammengefasst und es wird versucht, die Auswirkungen der Mitverbrennung auf den Kraftwerksbetrieb, auf die Emissionen in Luft und Wasser und auf die Qualität der dabei anfallenden Abfälle bzw. Rückstände darzustellen.

 

In einem abschließenden Kapitel wird der Stand der Technik unter Einbeziehung oben genannter Schwerpunkte zusammengefasst.

 

Die Studie wurde im Hinblick auf die EU-Richtlinie über die "Integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung" und als Hilfestellung für die Erstellung eines BAT-Referenz Dokuments "Large Combustion Plant" verfasst.