Oberflächenbehandlung mit organischen Lösungsmitteln

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Eine Oberflächenbehandlung mit Lösungsmittel kommt in mehreren Branchen zur Anwendung. In Österreich sind das die Bereiche

  • Bedrucken/Beschichten,
  • Wickeldrahtbeschichtung,
  • Bandblechbeschichtung,
  • Lackieren von Fahrzeugen (Automobilserienlackierung, Nutzfahrzeuge),
  • sonstige Einsatzbereiche von Lösungsmitteln zur Veredelung von bahnenförmigen Materialien (Beschichten, Lackieren und Kaschieren),
  • Oberflächenreinigung.

Im Rahmen der Revision des BREF "Surface Treatment using organic Solvents" (STS-BREF) wurde eine Studie zum Stand der Technik in Österreich erstellt. In dieser Studie werden österreichische Anlagen beschrieben, die über eine Verbrauchskapazität von mehr als 150 kg organischen Lösungsmitteln pro Stunde oder von mehr als 200 t pro Jahr verfügen (Z 6.7, Anhang I; Industrieemissionsrichtlinie IE-RL, Nr. 2010/75/EU) und daher unter das Regime der Industrieemissionsrichtlinie fallen.

 

Unter Beschreibung der zugehörigen Produktionstechnologien und der eingesetzten Emissionsminderungstechnologie werden für die Verfahren die Emissionswerte nach dem Stand der Technik für organische Kohlenstoffverbindungen, Stickstoffoxide, Kohlenstoffmonoxid und Staub abgeleitet. Diffuse VOC-Emissionen werden anhand der Lösungsmittelbilanzen errechnet und branchenspezifisch erreichbare Werte ermittelt. Ebenso werden Emissionswerte für Abwasser bei Prozessen mit Abwasseranfall abgeleitet.