Szenarien WEM und Transition (2017)

Energiewirtschaftliche Szenarien im Hinblick auf Klimaziele 2030 und 2050

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Im Szenario mit bestehenden Maßnahmen (WEM) wird das Ziel des Energieeffizienzgesetzes (EEffG; BGBl. I Nr. 72/2014) nicht erreicht, im Jahr 2020 einen energetischen Endverbrauch von maximal 1.050 PJ zu erzielen. Der Zielwert für den Anteil erneuerbarer Energie (gemessen am Bruttoendenergieverbrauch) für das Jahr 2020 von 34% gemäß der Richtlinie Erneuerbare Energie (2009/28/EG) wird mit 35% knapp überschritten.

 

Mit dem Szenario Transition wird aufgezeigt, wie eine Umsetzung des Pariser Klimaübereinkommens erfolgen kann: Die Treibhausgas-Emis­sionen werden bis zum Jahr 2050 um 81% gegenüber 1990 reduziert. Bis 2030 kann der gesamte Energiebedarf Österreichs stabilisiert und anschließend signifikante verringert werden. Damit verbunden sind deutliche Fortschritte bei der Energieeffizienz, bei der Nutzung erneuerbarer Energieträger, Entwicklung grundlegend neuer Technologien und vor allem ein nachhaltigeres Wirtschaftssystem der Gesellschaft.

Das Szenario Transition umfasst die gesamte Energiebilanz und alle treibhausgaswirksamen Sektoren. Mithilfe externer ExpertInnen und einem begleitenden Projektbeirat wurde von den Konsortialpartnern eine kohärente Storyline für alle Sektoren formuliert und in die Modelle umgesetzt.